Perlenlexikon

Glasperlen 

Die meisten Perlen werden heute aus Glas hergestellt. Die Vielfalt an Farben und Formen ist bei diesem Material am größten. Glas fühlt sich kühl an und ist nicht sehr schwer. Es klirrt, wenn man es aneinander oder gegen die Zähne stößt. 

 

Facettierte Katzenaugen

Diese Glasart besitzt die Eigenschaft, Licht auf ungewöhnliche Weise zu reflektieren. Bei jeder Bewegung wechseln sich die Farbtöne. Dadurch wirken die Facetten eindrucksvoller. 

 

Kristalltupfen

Die winzigen Kristallstücke werden in die Perlen gedrückt, solange das Glas noch weich ist. Leider fallen sie oft heraus und hinterlassen kleine Dellen in der Perle. Man kann sie vor dem ersten Tragen fest abreiben, damit alle losen Steinchen herausfallen und diese dann wieder einkleben. 

 

Blattsilber

Bei der Herstellung dieser Perlen formt man über eine Flamme ein Glasröhrchen und überzieht es mit einer Schicht aus Blattsilber (sehr dünne Silberfolie). Anschließend vervollständigt eine dicke Schicht aus klarem Glas die Perle. 

 

Tupfenblumen

Auf einer Basisperle befinden sich Ringe aus weißen Glastupfen, die von pinkfarbenen Tupfen fast ganz bedeckt und mit einem Metallwerkzeug in der Mitte zu einer Blume zusammengezogen werden. Danach fügt man die gelbe Mitte hinzu und erhitzt das Ganze, bis es wieder glatt ist, d.h. ohne erhabene Stellen. 

 

Flache Blöcke

Eine Glasfarbe wird in eine dicke, quadratische Fliese gepresst und die Lochmitte mit Blattsilber ausgekleidet. Beim Formen der Perlen blättert ein Teil des Silbers ab, wodurch ein attraktiver Krakelee-Effekt entsteht. Diese Perlen eignen sich für kompakte, aber nicht dicke Schmuckstücke, wie z.B. Armbänder, die unter Jackenmäntel passen müssen. 

 

Opake Tropfen

Diese einfachen, opaken Glastropfen wirken durch spiralförmige Streifen aus kupferhaltigem Goldstone-Glas interessanter und schimmern metallisch. Bei dem Streifen handelt es sich um einen abstehenden Glasfaden, der außen auf die Basisperle angefügt und erhitzt wird, bis die Formen miteinander verschmolzen sind. 

Weitere Perlen:

   

 

Kristallperlen

Die meisten Kristallperlen sind facettiert, damit sie optisch klarer wirken. Selbst bei ungefärbten Glasperlen sind verschiedene Farben zu erkennen, weil das Licht beim Ein- und Austritt durch die variierende Glasdicke gebrochen wird. Oft werden Kristallperlen auf einer Seite mit einer AB-Beschichtung versehen, um ihre lichtbrechenden Eigenschaften noch zu verstärken. 

 

Runde, opake, sechseckig geschliffene Perlen

Dies ist der wahrscheinlich häufigste Schliff für eine runde Kristallperle: eine Doppelreihe Sechsecke um die Mittellinie herum, dazwischen und an den Enden lang gezogene Sechsecke. Die Perlen haben eine nicht erkennbare AB-Beschichtung.

 

Facettierte Doppelkegel

Diese AB-beschichteten Doppelkegel sind wahrscheinlich die beliebtesten Kristallperlen und werden oft auch als Diamantform bezeichnet. Sie sehen auf einem Strang gut aus und eignen sich für bestimmte Perlenstiche. 

 

Flache Würfel

Die Kanten dieser einfachr geschliffenen Würfel sind abgeflacht, und zwar in einem Winkel, dass Extra-Facetten entstehen. Sie sehen kompakter aus und sind nicht sehr flexibel. In einem Strang aus diesen Perlen verhindern Zwischenstücke, dass in den Biegungen Faden zu sehen ist oder dass Zwischenräume entstehen.

                  

Spitze Tropfen

Diese Tropfen sind so geschliffen, dass die Facetten in einem Punkt an der Spitze zusammentreffen. Man verwendet am besten Zwischenstücke, wenn die Tropfen von einem Strang herab hängen sollen, sonst drehen sie sich in alle Richtungen. 

 Weitere Perlen:

   

 

Halbedelsteine

Zu Halbedelsteinen zählen auch Perlen und Korallen. Perlen sollten sich grundsätzlich nicht gegenseitig berühren. Deshalb knüpft man oft Knoten dazwischen. 

 

Zuchtperlen (rund)

Bei Zuchtperlen wird der Reizstoff in die Auster eingebracht und gelangt nicht auf natürlichem Weg dorthin. Nur fünf Prozent dieser "befruchteten" Austern bringen eine qualitativ hochwertige Perle hervor. Erst nach vielen Jahren bilden sich die Perlmuttschichten. Deshalb sind Zuchtperlen teuer. 

 

Koralle (Äste)

Diese pinkfarbenen (auch in rot erhältlichen), polierten und von Natur aus verästelten Korallenstücke werden meist auch als Halbedelsteine bezeichnet. Korallen wachsen nur sehr langsam und müssen - wenn überhaupt - von verantwortungsvollen Menschen geerntet werden: Man sollte sie entweder gar nicht oder nur bei zuverlässigen Händlern kaufen, damit nicht unnötig Korallenriffe zerstört werden. 

 

Edelmetalle 

Edelmetalle sind Gold, Silber sowie deren Kombination und Platin. Schmuckperlen aus Edelmetallen sind meist hohl. Dadurch lassen sie sich unter Umständen schwierig auffädeln. Das Ende des Aufnahmematerials verfängt sich im Perleninneren, anstatt durch das Loch auf der anderen Seite zu gleiten. Wenn möglich, sollte man hier eine steife Fädelnadel wählen, statt mit der sonst üblichen flexiblen Nadel zu arbeiten.

 

Unedle Metalle

Unedle Metalle bestehen hauptsächlich aus Kupfer oder Aluminium; oder sind Legierungen, also Mischungen verschiedener Metalle wie Messing oder Hartzinn. Hartzinnlegierungen können Blei enthalten. Gold- bzw. silberfarbene Perlen werden manchmal als "golden" oder "silbern" bezeichnet. Dies kann irreführend sein, denn gemeint ist nur die Farbe und nicht das Metall. Es gibt Bezeichnungen wie "glänzend" oder "antik". Hier wurde das Metall durch einen Überzug oder in einem chemischen Prozess künstlich mattiert und nachgedunkelt. Die meisten Metallperlen sind hohl.

 

Zarte Filigranperlen

Außergewöhnlich leicht für ihre Größe werden diese Perlen aus vier schleifenartigen Gebilden geformt, die man gießt oder stanzt. Sie bestehen aus sehr dünnen Metall. Eins der Enden war die Mitte der ursprünglichen Form, das andere eine kleine Rundung, mit der die Spitzen der Schleifengebilde nach dem Formen verbunden werden. Diese sind auch untereinander verbunden. 

 Weitere Perlen:

      

 

Keramik

Keramikperlen werden aus gängigen Töpferton hergestellt, in der Regel im Brennofen gebrannt und oft mit einer schmückenden, farbigen Glasur versehen. Keramikperlen sind schwerer als Kunststoffperlen und haben einen typischen Klang, der nicht scharf ist wie, wenn Glas aufeinander trifft.

 

Rund und kantig

Diese Perlen wrden mit der Hand gerollt statt in eine Form gepresst. Ihre rundlichen Formen sind ungleichmäßig und an den Enden leicht abgeflacht. Die Glasur ist uneben und an machen Stellen gerissen. Die Flecken entstehen durch die Mischung der Glasurfarbe, sie werden nicht seperat aufgetragen.

 

Kunststoffe

Als Kunststoffprodukte neu in den Handel kamen, hielt man Perlen aus diesem Material für besonders interessant und begehrenswert. Erst später galten Plastikperlen als minderwertiger Ersatz für teurere Perlen aus Glas und anderen Materialien. Inzwischen gibt es wunderschöne Perlen aus Kunststoff. Plastikperlen haben den Vorteil, dass sie leicht sind. Wenn sie aneinander stoßen, klingen sie dumpf, statt metallisch oder gläsern. 

 

Schichtenkugeln

Diese Perlen werden aus Kunststoffschichten aus Pastelltönen und Weiß mit dünnen weißen Schichten dazwischen hergestellt. Man formt sie aus laminierten Schichten zu großen Blöcken. Die bezaubernde Perle bringt die Eigenschaften des Kunststoffs gut zur Geltung, ohne ein anderes Material zu imitieren. 

Weitere Perlen:

      
 

Holz

Sehr viele Holzperlen sind unbehandelt, ohne Farbauftrag oder Lack, sodass man sie nach eigenem Gusto selbst gestalten kann. Unbehandelte Perlen können auch bemalt oder gefärbt werden, die meisten Textilfarben eignen sich gut. Meist ist es leicht, Holzperlen anhand ihres Gewichts von anderen zu unterscheiden, auch fühlen sie sich warm an. 

 

Drechselkugeln

Die vielen Rillen sind keine Spirale, sondern lauter einzelne, gedrechselte Ringe. Damit nicht jeder Ring zeitaufwändig einzeln gedrechselt werden muss, verwendet man bei der Herstellung ein speziell geformtes, gezahntes Werkzeug. 

 

Weitere Naturmaterialien

Muschelschalen sind das älteste Material, aus dem Perlen hergestellt wurden. Aber auch andere Naturmaterialien wie Knochen, Samen und Nüsse sind dazu geeignet. 

 

Schillernde Scheiben

Dünne Schichten vom Inneren des bei Neuseeland vorkommenden Seeohrs, werden beidseitig auf kleine Scheiben aufgebracht. Meerohren können einen ganzen Regenbogen voller Farben in der Innenseite spiegeln. 

 

Fische

Aus flachen Scheiben werden Fische geschnitzt, die beidseitig gestaltet sind. Für Perlen in Fischform ungewöhnlich, verläuft das Loch durch die breiteste Stelle, nicht längsdurch den Fischkörper oder durch das Maul. Dadurch ragen die Köpfe über andere aufgefädelte Perlen nach oben hinaus. 

 Weitere Perlen:

 

 

      

 

Sonstige Perlen

    
 

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